Prof Dr. Eckart D. Gundelfinger
Abteilung Neurochemie und Molekularbiologie
Leibniz-Institut für Neurobiologie
Brenneckestraße 6
39118 Magdeburg Deutschland
Telefon: +49-391-6263-93311, 93321
Fax: +49-391-6263-93319
E-mail: Eckart.Gundelfinger@lin-magdeburg.de
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Dr. Anna Fejtova
Abteilung Neurochemie und Molekularbiologie
Leibniz-Institut für Neurobiologie
Brenneckestraße 6
39118 Magdeburg Deutschland Telefon: +49-391-6263-93321, 93281
Fax: +49-391-6263-93319
E-mail: Anna.Fejtova@lin-magdeburg.de
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Die AG Chemische Synapse widmet sich der so genannten aktiven Zone. An dieser Struktur der Präsynapse werden die chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter) für die synaptische Signalübertragung freigesetzt. Fehler bei der Freisetzung bzw. deren pathologische Störung können Ursache für diverse Hirnerkrankungen wie Epilepsie oder mentale Retardierung sein. Wichtige Fragestellungen, die im Berichtszeitraum bearbeitet wurden, beziehen sich auf die Funktionsweise und die Formbarkeit der aktiven Zone bei physiologischen und pathologischen Plastizitätsprozessen. Zum einen konnte anhand von Mausmutanten gezeigt werden, wie Bassoon, ein von uns vor Jahren erstmals beschriebenes Gerüstprotein an der aktiven Zone, an der Organisation der molekularen Maschinerie zur Neurotransmitterfreisetzung beteiligt ist. Zum anderen konnten wichtige Mechanismen der so genannten homöostatischen Plastizität an der Präsynapse aufgeklärt werden. Diese wichtige Plastizitätsform sorgt dafür, dass sich Synapsen nach starker Netzwerkaktivität (z. B. nach Lernprozessen oder auch nach pathologischer epileptischer Aktivität) oder nach längeren Ruhephasen im neuronalen Netzwerk wieder im optimalen Nutzungsbereich einstellen. Längere Inaktivität im Netzwerk wird z. B. mit erhöhter Grundaktivität an einzelnen Synapsen beantwortet. Die Arbeiten der AG ergaben, dass dieser Anpassung ein massiver Umbau des Proteingerüsts an der aktiven Zone zu Grunde liegt.
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