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Leiter:Dr. Wolfgang TischmeyerSpeziallabor Molekularbiologische Techniken Leibniz-Institut für Neurobiologie Brenneckestraße 6 39118 Magdeburg Deutschland
Für lang anhaltende plastische Veränderungen im Gehirn, wie sie z. B. mit der Gedächtnisbildung einhergehen, wird die sequentielle Bereitstellung von regulatorischen und strukturellen Proteinen vermutet, die zu permanenten Änderungen der Arbeitscharakteristika von beteiligten Neuronen und insbesondere ihrer synaptischen Kontakte beitragen. Ziel unserer Forschungsarbeiten ist die Identifizierung und funktionelle Charakterisierung von Proteinkomponenten, die in Phänomene synaptischer Plastizität involviert sind. Mittels Proteom-Analyse, in vivo Antisense-Intervention und verhaltenspharmakologischer Techniken wird die Bedeutung definierter Genprodukte für aktivitätsabhängige Plastizität in verschiedenen tierexperimentellen Paradigmen untersucht, z. B. im Rahmen Epilepsie-ähnlicher Zustände, nach Auslösung von Langzeitpotenzierung oder -depression sowie bei Lern- und Gedächtnisprozessen.
Abbildung 1: Vereinfachtes Modell der Rolle neuronaler Proteinsynthese für die Gedächtnisbildung. Die Präsentation neuer Stimuli während des Lernexperiments führt zu einer frühen Induktion regulatorischer Proteine, wie Transkriptionsfaktoren der Fos- und Jun-Familien, die wiederum die Expression später Effektorproteine anstoßen können. Nach Reifung und Transport können diese Proteine zu Differenzierungsereignissen beitragen, die für die Bildung einer Langzeitgedächtnisspur notwendig sind. CS : bedingter Reiz; UCS : unbedingter Reiz. Jahresbericht: | ||||||
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